Prioritäten setzen – das wichtigste zuerst Tun

Mit Prioritäten setzen, meint man das wichtigste zuerst Tun. Was das Wichtigste ist, hängt von vielen Bedingungen ab. Eine dieser Bedingungen ist, dass, was wir unbewusst oder bewusst als wichtig erachten und welches faktische Wissen wir haben. Was wir gefühlsmäßig als wichtig erachten, zeigt unsere Wertehierarchie. Das faktische Wissen, beruht auf Erkenntnissen, die wir gewonnen haben. Weitere Bedingungen sind der persönliche Zustand oder auch die Zeit.

Die Übung mit der Lebenszeit:

Eine Übung, die schon vor Jahrzehnten in Seminaren gemacht wurde, war das verändern der Lebenszeit. Mit der intensiven Vorstellung, nur noch ein Jahr zu leben, sollte der Teilnehmer die zehn wichtigsten Dinge aufschreiben, die er noch unbedingt erledigen wollte. Diese Zeit wurde dann verkürzt. Erst auf einen Monat, auf einen Tag und dann auf eine Stunde. Diese Verkürzung der Zeit führte zu einer starken Priorisierung auf das, was dem Jeweiligen wirklich wichtig war. Im letzten Schritt wurde durch eine Begründung, dass ein Mittel entdeckt wurde, welches das Leben nicht nur rettet, sondern auch auf 200 Jahre verlängert, der Zeitrahmen extrem gedehnt. Diese Veränderung zeigte einen enormen Kontrast darauf, wie viele Menschen leben, nämlich so als gäbe es fast unbegrenzte Zeit und oft wird deshalb versäumt, Herzensangelegenheiten zu erfüllen.

Anmerkung: Diese Übung mit dem passenden Ambiente (Musik, Licht, Ort) und das einlassen auf die jeweilige zeitliche Vorstellung, macht es intensiver.

Prioritäten richtig setzen:

Während die obige Übung mehr auf Persönliches eingeht, kann folgende Übung dabei helfen, die Big Points auch im beruflichen Bereich herauszufinden.

Als erstes Schreiben Sie alle To Do‘s untereinander auf, so wie Sie ihnen einfallen. Lesen Sie dann ihre Liste noch einmal bewusst durch und prüfen Sie genau, ob etwas vergessen wurde.

Der nächste Schritt besteht darin, dass Sie sich zwingend vorstellen, dass Sie nur einen einzigen Punkt auf dieser Liste erledigen dürfen. Ohne Wenn und Aber – nur einen Einzigen!! Erst nachdem Sie diesen Punkt auf Ihrer Liste definitiv gewählt haben, gehen Sie zum nächsten Schritt.

Wiederholen Sie nun diesen zweiten Schritt, in dem Sie das mentale Spiel genauso ernsthaft für den zweiten, dritten Punkt und so weiter durchführen. So erhalten Sie ihre Prioritätenliste.

Anmerkung: Ein Trick dabei ist, sich wirklich selber vor zumachen, dass man nur die Wahl für einen Punkt auf der Liste hat. Wenn Sie sich daran nicht halten, hat es nicht die gleiche Wirkung.

Big Points als Notfallstrategie

Diese Art Prioritäten zu setzen ist keine ganze Strategie, aber ein praktisches Selbstmanagement Tool. Gerade wenn einen alles über den Kopf wächst, weil eine Lebenssituation einem so zusetzt, so dass man nur noch wenige Dinge erledigen kann, kann die Big Point Methode Unterstützung bieten. Denn wenn Sie wenigsten 1 – 3 wichtige Big Points am Tag erledigen, können Sie diese Phase wesentlich besser überstehen. Denn gerade dann wird viel vergessen oder das Falsche bzw. weniger Wichtige zuerst gemacht.

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