Master Modelling Strategie – von den erfolgreichen lernen

Die Idee hinter den Master Modelling ist sehr einfach:
Wenn bestimmte Menschen etwas sehr gut können, zum Beispiel großartig mit Kindern arbeiten, kreativ und produktiv sein können, oder außergewöhnlich gut im Verkauf sind, so müsste man das von diesen Menschen lernen können.
Es geht also um die Idee bestimmte Fähigkeiten von einem anderen Menschen zu erlernen und diese dann selbst ähnlich erfolgreich einsetzen zu können. Hierbei wurde in der Regel nach Menschen Ausschau gehalten, die in ihrem Bereich konstant überdurchschnittlich erfolgreich sind.

Fragt man jedoch so einen Menschen, wie er das schafft, weiß er es oft selbst nicht genau, denn meisten sind diese Fähigkeiten und Begabungen unbewusst: „Ich kann es einfach“. Oder die Begründungen sind nicht die wirklichen Erfolgsfaktoren. Nun war es einerseits notwendig an diese unbewussten Informationen zu kommen (Einverständnis vorausgesetzt) und andererseits diese auf ein Ordnungs- und Bedeutungsschema zu übertragen, damit diese lern- und lehrbar waren.

Um eine Vorstellung zu bekommen zu den Fragen hierin zu bekommen, hier ein paar Beispiele:

Umwelt: Wo hält sich dieser Mensch auf (Ort), hat er bestimmte Menschen (Kontakte, Beziehungen) oder Sonstiges, womit er sich umgibt und Unterstützung (Kraft) findet.

Verhalten: Wie sind im Kontext die Bewegungen, Gesten, Sprache, Mikroausdrücke

Fähigkeiten: Welches Wissen ist wichtig. Welche mentalen Strategien und welche Kognitive Fähigkeiten.

Überzeugungen und Werte: Wovon ist dieser Mensch überzeugt (Glaube), was ist ihm, in welcher Reihenfolge wichtig (Wertehierarchie) und was sind die Erfüllungskriterien dieser Werte.

Identität: Was ist das Selbstverständnis dieses Menschen (Ich bin …) womit identifiziert er sich (Gleichsetzen) und wie ist die psychische Struktur dieser Identifikationen.

Zugehörigkeit: Zu was fühlt sich dieser Mensch zugehörig: Herkunft (Eltern, Sippe) Nationalität, ethnische Gruppe, Glauben (Religion, Spiritualität), Zunft. Welche wichtigen Parameter haben hier mit dem Erfolg zu tun.

Diese Bereiche mit den beispielhaften Fragen können relevante Antworten bringen, welche Kriterien entscheidend zu der Fähigkeit beitragen. Natürlich ist es nicht so, wie es im NLP oft gedacht wurde, das sich damit jede Fähigkeit zu 100% übernehmen lässt. Es gibt einfach noch Faktoren, die hier nicht berücksichtigt werden können. Dennoch lässt sich damit, insbesondere im passenden Kontext viel erreichen.

Master Modelling in der Personalentwicklung

Überträgt man dies auf ein Firmentraining, zum Beispiel im Verkauf, kann hier Beachtliches erreicht werden. In vielen Bereichen kann oft beobachtet werden, dass es ein Pareto Verhältnis gibt, also die 80 zu 20 Regel. Das also mit 20% der Arbeit 80% des Geldes verdient wird, 20% der Kunden 80% des Umsatzes machen oder 20% der Produkte 80% des Gewinnes verursachen usw. Im Verkauf ist es auch oft so (nicht immer) das 20% der Verkäufer 80% des Umsatzes machen. Was ist bei diesen zwanzig Prozent anderes als bei den anderen Verkäufern? Dies wird mit dem oben genannten Master Modellieren herausgearbeitet und für die anderen Verkäufer lernbar gemacht.
Der Vorteil ist, dass alle Verkäufer ähnliche Bedingungen haben (gleiche Firma, Produkte), während die Übertragung von Erfolgskriterien aus einer anderen Firma, Abteilung, oft wichtige Faktoren außer Acht lässt.

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