De Hypnose – Trancen entgegenwirken

Trancen, mit ihren unterschiedlichen Wirkungen und Stärken, bestimmen maßgeblich das Leben aller Menschen, sie sind sowohl das Gleitmittel als auch der Kleber, der uns so umfassend in einem Automatismus hält, von dem wir in der Regel nichts bemerken. Unsere Psyche ist in regelrechten Schichten aufgetürmt. Ein paar Schichten tief können wir vielleicht schauen, doch dann wird es immer unbewusster. Gerade in diesen tieferen Schichten aber liegen die entscheidenden Mechanismen, die so sehr unser Leben beeinflussen. Das mag sich im ersten Moment unbekannt anhören, doch es ist ein nachweisbares und erfahrbares Phänomen. Das Besondere daran ist, dass wir in der Regel diese Trancephänomene nicht bemerken, weil wir subtil in sie hinein gleiten und sie dann ihre Wirkung entfalten. Das Wissen und der Umgang mit diesen Trancen sind für das Coaching, die Therapie, die Persönlichkeitsentwicklung und für die eigene spirituelle Entwicklung von großem Wert.

Hypnose ist im Grunde ein Sammelbegriff für Techniken um sich selbst oder einen anderen Menschen in eine Trance zu führen. Gezielt, also absichtlich, sich selbst oder andere in Trance zu führen ist eine Tausende Jahre alte Praxis. Trommeln, Tanzen, Singen, gehören genauso dazu, wie die Fantasiereise oder eben die verschiedenen hypnotischen Trancen – Induktionen. Ist man selbst oder der andere in Trance, bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Selbsterfahrungs- oder Veränderungsarbeit. Trancen werden eingesetzt, um einen besseren Zugang zur Psyche und dem Unterbewusstsein zu bekommen und um Veränderungen leichter bewerkstelligen zu können. In der Trance scheint das Bewusstsein eines Menschen offener und beeinflussbarer zu sein. Deshalb wird sie gerne im Coaching, der Therapie oder in der Selbstanwendung eingesetzt.

Unter Trance verstehen wir also einen veränderten Bewusstseinszustand, und die meisten denken, dass es sich hierbei um einen gezielt produzierten Vorgang handelt, wie es in der Hypnosetherapie vom Hypnotiseur eingesetzt wird. Dabei sind Trancen auch im Alltag eine ständige automatische Erscheinung, und die kurzen Zeitspannen, in denen wir wirklich wachbewusst sind, sind vergleichsweise klein. Das mag Sie vielleicht überraschen, da Sie mit Trancen meist einen passiven oder vorher systematisch herbeigeführten Zustand verbinden oder aus bestimmten Situationen kennen. Dass Trancen in bestimmten Situationen auch im Alltag vorkommen, ist, denke ich weithin, bekannt. Wir erleben es beim Autofahren oder Musik hören und bei vielen anderen automatischen Tätigkeiten. Trance bedingt also keinen passiven körperlichen oder geistigen Zustand – wir leben den Großteil unseres Lebens darin. Das mag an sich erst mal kein Problem darstellen, doch wenn man sich die Sache genauer anschaut, kann man folgende Grundannahme für die Psyche festhalten:

Hypnose lernen

Auch wer Hypnose lernen und verstehen will, findet einen neuen und umfassenden Zugang damit. Dies gilt auch, wenn Sie bereits Erfahrungen und eine Ausbildung in der Hypnose haben. Hier wird das Gewahrseins – Bewusstsein gefördert, welches die Bewusstseinsinhalte auf dem geistigen Bildschirm registriert. Durch eine weiterentwickelte Form der Faszinationshypnose (eine Hypnoseinduktionsform) wird erreicht, dass sich einerseits sehr schnell Trancen entwickeln, die den Zugang zu verborgenen Bereichen öffnen und andererseits das Gewahrsein beibehalten wird. Läuft sozusagen auf zwei Schienen gleichzeitig. Man ist in der Lage, sehr schnell und sehr tief in unbewusste Bereiche, bewusst vorzustoßen. Das ermöglicht eine ganz besondere Vorgehensweise, mit dem Bewusstsein zu arbeiten.

Für den Hypnose Coach, gibt es nur Phänomene, Erscheinungen, die als Reflexionen auf der Leinwand des Bewusstseins erscheinen. Was genau sind Erscheinungen? Gefühle, Empfindungen, Bilder, Filme, Geräusche, Worte, kurz, alles, was wahrnehmbar ist. Diese Erscheinungen sind „scheinbar“ vertikal aufgeschichtet, anders gesagt, es ist, wie aufeinander gelegte Linsen, die den Inhalt auf unterschiedliche weise verzerren und interpretieren. Je tiefer wir vertikal durch diese Schichten hindurch gleiten, umso grundlegender werden die Informationen. Gleiten wir noch tiefer, erreichen wir die Essenz und darüber hinaus die Leere usw.

Widerstände: Widerstände, ob in Form von Trancen oder inneren Personen, sind auch nur Erscheinungen. Er geht mit Widerständen je nach der „Bewusstseinsebene„ des Klienten unterschiedlich damit um. Was verleiht den Erscheinungen Leben und Macht? Durch Identifikation und Reaktion bekommen die Erscheinungen Energie und ein scheinbares Eigenleben. Die De-Hypnose kann bei allen Themen eingesetzt werden, wo eine Trance mit beteiligt ist. Insbesondere dort wo Trancen eine Weiterarbeit bremsen oder verhindern.